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Mitten im Naturpark Nagelfluhkette

Wo die Alpen beginnen, der Bodensee nah ist und ein besonderes Gestein die Landschaft prägt liegt der Naturpark Nagelfluhkette. An der Schnittstelle zwischen Bregenzerwald und Allgäu hat sich über viele Jahrhunderte hinweg eine großartige Kulturlandschaft entwickelt, welche 2008 die begehrte Auszeichnung Naturpark erhielt. Heute beteiligt sich Sibratsgfäll mit 14 weiteren Gemeinden am ersten länderübergreifenden Park zwischen Österreich und Deutschland. Sie wollen eine einmalige Kulturlandschaft erhalten und gemeinsam mit den Bürgern vor Ort weiter entwickeln. Schützen und nützen ist typisch für Naturparke, die zu den international anerkannten Schutzgebieten gehören. In ihnen ist der Mensch kein Störfaktor, sondern unverzichtbarer Bestandteil der Natur- und Kulturlandschaft.
Alpweiden mit 290 Pflanzenarten, wertvolle Hochlagenmoore, Weißtannen –und Schluchtwälder und eine Alpdichte die österreichweit einmalig ist, zeichnen den Naturpark aus. Große Höhenunterschiede, geologische Vielfalt nachhaltige Alpwirtschaft – all das führt dazu, dass sich im Gebiet auf verhältnismäßig kleiner Fläche eine große Anzahl unterschiedlicher Lebensräume entstanden sind. So ist der Naturpark Heimat des scheuen Birkhuhns, des imposanten Steinadlers, des seltenen Apollofalters und beherbergt verschiedenste Orchideen und Enziane.

In Sibratsgfäll wird die Dynamik der Landschaft des Naturparks besonders erlebbar. Wer heute durch das Rutschgebiet am Feuerstätterkopf und am Rindberg wandert, sieht freilich auch, wie schnell Tiere und Pflanzen den Raum zurückerobern. Überall siedeln bereits wieder Pionierpflanzen, Hochstauden und junge Bäume. Das Leben explodiert förmlich. Im Naturpark Info-Punkt im Schiefen Haus können sich Besucher einen guten Überblick dazu verschaffen.


Wandern im Naturpark Nagelfluhkette
Felsen aus „genageltem Stein“ und bunte Bergblumenwiesen, reißende Wasserfälle und seltene Tiere – in der Nagelfluhkette gibt es unendlich viel zu entdecken. Die Aussichten von den Gipfeln und Graten sind grandios und alleine für sich schon eine Tour wert. Aber das Großschutzgebiet zwischen Iller und Bregenzerach bietet noch mehr. Ob mit den Naturparkführern, auf spannenden Naturparkwegen oder auf eigene Faust… es lohnt sich auf die kleinen oder auch großen „Sehenswürdigkeiten“ am Wegesrand zu achten! Auf 25 ausgewählten, einheitlich beschilderten Wanderungen lassen sich die schönsten Naturerlebnisplätze im Naturpark erkunden. Mit dem Tourenbuch „ Wandern und Erleben im Naturpark Nagelfluhkette“ gibt es einen zuverlässigen Begleiter. Erhältlich am Gästeamt. Darin auch die abwechslungsreiche Tagestour „Alles fließt“ auf den Sibratsgfäller Flyschberg, Feuerstätter. Alle Touren sind auch im digitalen Routenplaner aufbereitet unter www.nagelfluhkette.info.

Winter im Naturpark
Im Winter stellen die leicht erreichbaren Berge es Naturparks einen Traum für Schneeschuhgeher, Tourengeher, Freerider und Co. einen Traum in Weiß dar. Hier genießen Einheimische und Gäste gleichermaßen beste Bedingungen um ihren Sport in einer fantastischen Landschaft auszuüben. Nur auf den ersten Blick wirken die frisch verschneiten Hänge und Gebirgswälder unberührt. Auf den 2.Blick zeigen die Spuren von Birkhühnern, Schneehasen und Gämsen, dass verschiedene, störungsanfällige Tiere hier ihren Lebensraum haben.
Die Kampagnen „Respektiere deine Grenzen“ und die Aufklärungskampagne  „Dein Freiraum. Mein Lebensraum.“ geben Verhaltenstipps im Gelände ab und Sensibilisieren für die Schönheit und Einzigartigkeit der Landschaft und die Bedürfnisse der Tiere. Empfohlene Schneeschuh- und Skitouren helfen mit die Konflikte zwischen Menschen und störanfälligen Arten zu reduzieren. Auch für Sibratsgfäll stehen einige solcher naturverträglicher Touren zur Verfügung. Mehr unter www.freiraum-lebensraum.info